Primat Praxis Film

Erkenntnis entsteht nicht aus der Distanz, sondern aus der konkreten Auseinandersetzung mit der Welt. Der Begriff «Primats der Praxis» hat seine Wurzeln in materialistischen Denktraditionen, in denen Praxis nicht als Gegenbegriff zur Theorie verstanden wird, sondern als deren Prüfung, Zuspitzung und Bewährung. Für unsere filmische Arbeit bedeutet das: Wir beginnen nicht mit abgeschlossenen Konzepten, sondern mit Recherche, Beobachtung und Prozess. Unsere Projekte entstehen aus realen Begegnungen, Orten und Situationen. Film ist für uns nicht bloss Mittel zur Illustration einer Idee, sondern ein Werkzeug der Erkenntnis. Er wird zu einem offenen System, in dem sich Realität, Imagination und Analyse gegenseitig beeinflussen.

Über uns

Wir arbeiten seit über zehn Jahren zusammen, begonnen mit unserem ersten Langfilm TRANQUILLO. Seither verbindet uns eine gemeinsame Praxis, in der sich Regie und Kamera, Recherche und Inszenierung kontinuierlich gegenseitig beeinflussen. Unsere Zusammenarbeit ist weniger funktional als vielmehr ein fortlaufender Dialog, geprägt von Vertrauen, gemeinsamen Erfahrungen und einem geteilten Interesse an filmischer Forschung.Jonathan Jäggi (1993), schweiz-argentinischer Filmemacher, studierte in Buenos Aires und an der ZHdK und bewegt sich zwischen Film, Kunst und Multimedia. Tobias Kubli (1992) arbeitet seit 2011 als Kameramann und Filmemacher im In- und Ausland und bringt eine starke visuelle Handschrift in die Projekte ein.Gemeinsam entwickeln wir Dokumentar-, Spiel- und Essayfilme sowie Arbeiten im Bereich Installation und Expanded Cinema,

Projekte

ALLMEND (2026)

Ein essayistischer Spielfilm über Vereinzelung und GemeinschaftLogline: Nach dem Tod ihres Vaters sucht Lilo auf der Zürcher Allmend nach Spuren seiner letzten Jahre. Zwischen dokumentarischer Beobachtung und fiktionaler Erzählung entsteht eine Kartierung von Trauer, Zugehörigkeit und sozialem Raum.Entstehungsland: Schweiz
Sprache: CH-Deutsch
Länge: 88 Minuten
Status: in Auswertung
Premiere: 57. Visions du Réel - Nyon
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ERICH AUF DEM PAPAGEIENBERG (2028)

Ein Dokumentarfilm über UFO-Mythen, Esoterik und postkoloniale NarrativeLogline: In der argentinischen Kleinstadt Capilla del Monte treffen UFO-Mythen, Esoterik, Verschwörungserzählungen, Religion und mystischer Tourismus aufeinander. Während unterschiedliche Gruppen um Deutungshoheit ringen, erzählt Erich auf dem Papageienberg anhand des Dorfes von konkurrierenden Wahrheiten und davon, wie sie Gemeinschaft, Macht und Identität formen.Entstehungsland: Argentinien
Sprache: Spanisch
Länge: ca. 90 Minuten
Status: in Entwicklung
Produktion: Point de Vue
Förderung: Migros Story Lab (Stufe I)
Pitchings: 78. Locarno Film Festival, 61. Solothurner Filmtage, 57. Visions du Réel – Nyon
Website

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